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Urlaub im Arbeitsrecht Köln
Fachanwälte für Arbeitsrecht beraten Kölner Arbeitnehmer zum Thema Urlaub
Hier geht es um die Pflichten von Arbeitgebern und Arbeitnehmern im Zusammenhang mit dem Anspruch auf Erholungsurlaub. Grundsätzlich steht allen Arbeitnehmern ausnahmslos der gesetzliche Mindesturlaub zu. Darüber hinaus gewähren sehr viele Unternehmen zusätzlichen vertraglichen Urlaub. Wieviel Urlaub Ihnen zusteht, ist entweder in Ihrem Arbeits- oder Tarifvertrag festgehalten, falls nicht, steht Ihnen der gesetzliche Mindesturlaub zu. Einen Urlaubsanspruch haben alle Beschäftigten mit einem Arbeitsvertrag. Weiter unten erläutern wir, wann ein Urlaubsanspruch entsteht und wie lange er gilt. Für die Übertragung und den Verfall von Urlaubsansprüchen sollten Sie die geltenden Fristen im Blick behalten. Der jährliche Erholungsurlaub ist eine bezahlte Freistellung. Die Bezahlung während der freien Tage ist das Urlaubsentgelt. Bei der Urlaubsabgeltung handelt es sich jedoch um eine Auszahlung bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Für Teilzeitbeschäftigte und Jugendliche gelten Sonderregelungen.
Der gesetzliche Mindesturlaub
Das Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) ist die gesetzliche Grundlage für Urlaubsansprüche. Demnach beträgt der gesetzliche Mindestanspruch bei einer Sechs-Tage-Woche 24 Werktage. Auf eine in der Gegenwart übliche Fünf-Tage-Woche umgerechnet beträgt der Mindesturlaub 20 Arbeitstage. In Teilzeit beschäftigte Arbeitnehmer haben einen anteiligen Urlaubsanspruch, der von der Anzahl der wöchentlichen Arbeitstage abhängig ist. Für Jugendliche ist das Jugendarbeitsschutzgesetz maßgeblich, das einen höheren, nach Lebensalter abgestuften Mindesturlaubsanspruch festschreibt. Auch Arbeits- und Tarifverträge können mehr Urlaub als das Gesetz vorsehen.
Die Entstehung des Urlaubsanspruchs
Für den vollen Anspruch auf den Jahresurlaub ist eine Wartezeit von sechs Monaten Beschäftigung nötig. Bei weniger als sechs Monaten Beschäftigung besteht nur ein anteiliger Anspruch von einem Zwölftel des jährlichen Gesamturlaubs pro Beschäftigungsmonat. Die Wartezeit kann dabei in die Probezeit fallen. Davon kann es auch abweichende vertragliche Regelungen geben, das heißt, die Entstehung des Anspruchs kann im Arbeitsvertrag konkretisiert sein. Prinzipiell gilt jedoch, ab dem siebten Monat der Beschäftigung hat der Beschäftigte einen rechtlichen Anspruch auf den vollen Erholungsurlaub. Das gilt selbstverständlich auch für Teilzeitkräfte.
Die Möglichkeit der Urlaubsübertragung
Grundlage für Anspruch und Berechtigung ist das Kalenderjahr. Der Urlaub soll auch nach Möglichkeit im selben Jahr genommen werden. Der Urlaub verfällt am 31.12. eigentlich, wenn er nicht genommen wurde. Es gibt jedoch eine Verlängerung der Übertragungsfrist bis zum 31.03. des Folgejahres. Eine Verlängerung ist auch dann möglich, wenn der Urlaub krankheitsbedingt nicht genommen werden kann. Ebenso können betriebliche Gründe eine Übertragung rechtfertigen. Die Arbeitgeber sind verpflichtet, rechtzeitig auf einen bevorstehenden Urlaubsverfall hinzuweisen.
Die Höhe des Urlaubsentgelts
Während Ihres Urlaubs wird das Gehalt weitergezahlt. Die Berechnungsgrundlage für das Urlaubsentgelt ist im Bundesurlaubsgesetz in Paragraph 11 geregelt. Bei der sogenannten Lohnfortzahlung ist der Durchschnittsverdienst auf Basis der letzten 13 Wochen die Bemessungsgrundlage. Dabei werden auch alle regelmäßigen Zuschläge bei der Berechnung Urlaubsentgelts berücksichtigt. Es gilt das Grundprinzip, dass der Urlaub nicht zu Einkommensverlust führen darf, außer es handelt sich um Sonderzahlungen, denn diese werden nicht automatisch Teil des Urlaubsentgelts.
Urlaubsabgeltung für nicht genommenen Urlaub
Nur bei Beendigung eines Arbeitsverhältnisses kommt eine Urlaubsabgeltung überhaupt in Frage. Auch dann wird der Urlaub nur ausbezahlt, wenn er nicht mehr genommen werden kann. Nur in derartigen Fällen haben Arbeitnehmer einen Anspruch auf Geld. Die Zahlung ersetzt dann den nicht genommenen Urlaub. Die Kündigung ist der weitaus häufigste Grund für die Notwendigkeit einer Abgeltung des nicht genommenen Urlaubs. Dann muss der Resturlaub vollständig erfasst und ausgezahlt werden. Die Berechnungsbasis für den Auszahlungsbetrag ist derselbe wie beim Urlaubsentgelt, also der durchschnittliche Monatslohn. Auch bei der Urlaubsabgeltung sind etwaige Ausschlussfrist zu beachten, denn Arbeitsverträge enthalten oft Klauseln, nach denen offene Forderungen zeitlich begrenzt sind. Manchmal beträgt die Ausschlussfrist lediglich drei Monate und dann verfällt der Anspruch.
Kurze Frage - Schnelle Antwort
Wie ist die gesetzliche Urlaubsregelung in Köln/Deutschland? - Im Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) ist der gesetzliche Mindesturlaub bei einer fünftägigen Arbeitswoche auf 20 Tage festgelegt, das heißt, Arbeitnehmer stehen jedes Jahr vier Wochen Urlaub zu.
Kann der Arbeitgeber die Urlaubstage festlegen? Wie viele Urlaubstage darf mein Arbeitgeber bestimmen? Kann mein Chef mir vorschreiben, wann ich Urlaub nehmen muss? - Zwar kann der Arbeitgeber den Urlaubszeitraum bestimmen, aber er darf die Urlaubstage nur für drei Fünftel einseitig festlegen. Zwei Fünftel müssen dem Arbeitnehmer zur freien Verfügung stehen. Vielmehr muss er die Wünsche des Arbeitnehmers einholen und berücksichtigen.
Kann mein Arbeitgeber mich zwingen, meinen Jahresurlaub komplett zu planen? - Nein, das kann der Arbeitgeber nicht.
Muss das Wochenende vor und nach dem Urlaub frei sein? - Das Bundesurlaubsgesetz schreibt vor, dass freie Tage zusammenhängend gewährt werden müssen, das heißt, zumindest ein Wochenende nach oder vor dem Urlaub muss frei sein.
Wie viel Urlaub darf die Firma bestimmen? - Der Arbeitgeber darf maximal drei Fünftel des gesamten Jahresurlaubs bestimmen. Das heißt, beim gesetzlichen Urlaub von 20 Tagen, bezogen auf eine fünftägige Arbeitswoche, darf der Arbeitgeber zwölf Tage bestimmen und acht Tage bleiben zur freien Verfügung.
Kann mein Arbeitgeber meinen Urlaub verweigern? - Ja, aber nur wenn er für den gewünschten Zeitraum dringende betriebliche Gründe vorbringen kann.
Wann darf der Arbeitgeber Urlaub anordnen? - Der Arbeitgeber darf Urlaub anordnen, verschieben oder verkürzen, wenn es dringende betriebliche Erfordernisse wie Personalengpässe oder unvorhergesehene Aufträge erfordern.
Kann der Arbeitgeber Urlaub verweigern wegen Personalmangel? - Nein, der Arbeitgeber darf den Urlaub nicht wegen Personalmangel streichen, wenn er ihn zuvor genehmigt hat.
Was sind betriebliche Gründe, um Urlaub abzulehnen? - Der Urlaub kann abgelehnt werden, wenn es dringende betriebliche Gründe gibt oder wenn dem Urlaubswünsche anderer Arbeitnehmer entgegenstehen und diesen aus sozialen Gründen Vorrang zu gewähren ist.
Ist es erlaubt, trotz Urlaub zur Arbeit zu kommen? - Nein, erlaubt ist es nicht, da im Bundesurlaubsgesetz steht, dass Arbeitnehmer keine dem Urlaubszweck widersprechende Erwerbstätigkeit leisten dürfen.
Fragen zum Arbeitsrecht oder ein konkretes Problem, bei dem Sie nicht weiter wissen? Zum Beispiel, Probleme bei der Durchsetzung des Urlaubsanspruchs? Keinen Stress – einfach zum Hörer greifen! Unser Fachanwalt für Arbeitsrecht ist von Montag bis Freitag zwischen 9:00 und 17:00 Uhr unter 0221-99783800 im Kölner Büro der ArbeitnehmerHilfe e.V. für Sie da.
ArbeitnehmerHilfe e.V. Köln: Kompetente, zuverlässige und unkomplizierte Beratung durch einen Fachanwalt für Arbeitsrecht!
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